Feuerwehr Hessisch Lichtenau 112

Rückblick 2012

Gemeinsame Jahreshauptversammlung

Arbeit freiwilliger Feuerwehrleute spart Hessisch Lichtenau eine halbe Million Euro

Großer Schreck zu Beginn

Hessisch Lichtenau. Personalmangel, Feuerwehr verliert zu viele Freiwillige, 112 – kein Anschluss unter dieser Nummer. Mit diesen Schlagzeilen schockte Stadtbrandinspektor Erich Hildebrandt am Freitag und jagte vor allem dem stellvertretenden Kreisbrandinspektor Andreas Haberland einen großen Schrecken ein.

Dass Hildebrandt anlässlich der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Lichtenauer Wehren im Bürgerhaus bei seiner kritischen Betrachtung jedoch lediglich die Ausarbeitung eines Referenten des Hessischen Feuerwehrverbands vorgestellt hatte, wurde Haberland erst klar, als der Stadtbrandinspektor das Lichtenauer Zahlenwerk im Detail vorstellte.

„Die nackte Wahrheit“ wie Hildebrandt die erste Folie seiner Präsentation überschrieben hatte, machte deutlich, dass die Differenz bei der Personalstärke in 2011 mit 256 gegenüber der Vorgabe des Feuerwehrverbands von 272 gar nicht so groß war.

Deutlich schlechter fiel die Bilanz bei der täglichen Verfügbarkeit aus: Statt der geforderten 136 Einsatzkräfte konnten die Wehren lediglich 63 Freiwillige stellen. Noch schlechter sah es bei den Atemschutzgeräteträgern aus: Nur 29 statt der geforderten 83 Kräfte standen tagsüber bereit. Weniger dramatisch zeichnete sich die Bilanz bei den Führerscheinen ab, um die Fahrzeuge der gut bestückten Feuerwehren zu den Einsatzorten bringen zu können.

Insgesamt waren die Feuerwehren im vergangenen Jahr 217-mal im Einsatz, darunter waren elf Fehlalarme sowie die gleiche Anzahl von Brandsicherheitsdiensten. Dabei leisteten die Feuerwehrfrauen und -männer insgesamt 3905 Stunden. Mit weiteren 8160 Stunden für Übung und Ausbildung, Gerätewartung und Fahrzeugpflege sowie Arbeiten an den Unterkünften wurden über 12 000 Stunden aufgebracht. Eine Ersparnis von mehr als 480 000 Euro für die Stadt, hätte ein Unternehmer die Arbeiten erledigen müssen, rechnete Hildebrandt vor.

Alles für den Nachwuchs

Mit den 17 Mitgliedern der Kinderfeuerwehr in der Kernstadt und den 74 Kindern sowie Jugendlichen in den derzeit sieben Jugendfeuerwehren der Stadt machte Stadtjugendfeuerwehrwart Olaf Funke deutlich, dass in der Nachwuchsarbeit weiterhin alles mögliche getan wird.

Die Neuwahl des Stadtbrandinspektors wurde von der Tagesordnung der Versammlung genommen, da die erforderliche Änderung der Satzung vom Stadtparlament noch nicht beschlossen ist. Hildebrandt machte deutlich, dass er für eine weitere Amtszeit kandidieren würde.

Zum Schluss forderte Steffen Rödel, Wehrführer der Kernstadt, erneut und unmissverständlich die Auszahlung des Ölgeldes, die 2009 eingestellt wurde. Wenn Einsatzabteilungen dem städtischen Bauhof oder der Straßenmeisterei das Abstreuen nicht unfallbedingter Ölspuren abnehmen, stünde ihnen auch die entsprechende Erstattung zu. (zlr)

Quelle: HNA

Neue Wehrführer und Stellvertreter: Steffen Rödel (von links, Wehrführer Hessisch Lichtenau), Sven Schönemann (Stellvertreter Fürstenhagen), André Engelhardt (Stellvertreter Quentel), Eike Berg (Stellvertreter Retterode), Daniel Schicker (Stellvertreter Reichenbach), Felix Blumenstein (Wehrführer Quentel) und Alexander Biermann (Stellvertreter Friedrichsbrück). Fotos: zlr

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