Feuerwehr Hessisch Lichtenau 112

Rückblick 2010

Alarmübung in der Spangenbergerstrasse

Eine groß angelegte Alarmübung mit weit über 100 Rettungskräften und Mimen fand am heutigen Abend auf der Hessisch Lichtenauer Ostumgehung, der Spangenbergerstrasse statt.

Der Fahrer eines Linienbusses hat auf seiner Fahrt einen Herzinfarkt erlitten. Der Bus kam dadurch ins Schleudern und kollidierte mit 2 PKWs bevor er in eine Fußgängergruppe fuhr.
Im Bus befanden sich neben dem Busfahrer ca. 15 Fahrgäste. Ein PKW blieb auf der Seite liegen und geriet in Brand, hier wurden zwei Personen aus dem Fahrzeug geschleudert, eine war noch eingeklemmt. Der andere PKW kam im Strassengraben zum Stehen, hier wurden 5 Personen eingeklemmt.
Im Bus befand sich eine Person mit einer Pfählungsverletzung, die anderen Insassen hatten einen Schock und waren im Bus eingeschlossen. Vor dem Bus lag eine Person, die durch die Frontscheibe geschleudert wurde.
Am Straßenrand lagen 2 Personen aus der Fußgängergruppe und unter dem Bus eine weitere Person, die bereits verstorben war. Die beiden Personen, die aus dem brennenden PKW geschleudert wurden, lagen ebenfalls am Straßenrand und waren bereits verstorben, die Person die sich noch im PKW befand, verbrannte darin.

(Das brennende Fahrzeug ist ein Umbau der Freiwilligen Feuerwehr Quentel, es wird mit Gas betrieben
und stellt somit keine Gefahr für die Umwelt dar.)


Der eingehende Notruf bei der Polizei in Eschwege war sehr ungenau, bekannt war nur das man sich in Hessisch Lichtenau befand und in Höhe der Unfallstelle ein Schild mit der Aufschrift "Standortschießanlage" zu sehen war. Außerdem gab der Anrufer an, dass es sich um einen schweren Unfall handelte und dass ein PKW brennt.
Wenige Minuten nach dem Notruf war ein Streifenwagen der Polizei vor Ort, der die Lage vorab erkundete und eine Rückmeldung an die Leitstelle gab. Diese hatte bereits Rettungsdienst und Feuerwehr alarmiert.
Der zuerst eintreffende Rettungsdienst erkundete zunächst ebenfalls die Einsatzstelle, zählte die Verletzten und verschaffte sich einen Überblick. In Absprache mit der zwischenzeitlich eingetroffenen Feuerwehr wurden die Verletzten nach Priorität behandelt.

Nach abgeschlossener Erkundung wurden weitere Rettungskräfte nachalarmiert, unter anderem die Schnelleinsatzgruppen aus Waldkappel, Großalmerode und Hessisch Lichtenau, der Organisationsleiter Rettungsdienst, ein Leitender Notarzt, weitere Rettungswagen und die Notfallseelsorge. Die Feuerwehr lies aufgrund der eintretenden Dunkelheit den Lichtmastanhänger nachkommen.
Während die Rettungsdienste die Personen aus und neben dem Bus behandelten, löschte die Feuerwehr das brennende Fahrzeug und befreite die eingeklemmten Insassen des PKW. Hier gestaltete sich die Rettung sehr schwierig, weil in dem Kleinwagen 5 Personen saßen, von denen zwei schwere Wirbelsäulenverletzungen hatten.


In der Zufahrt zur Standortschießanlage wurde eine Verletztensammelstelle eingerichtet in der alle Verletzten erfasst und bis zum Abtransport ins Krankenhaus betreut wurden. Der Notfallseelsorger, Pfarrer Merkel, kümmerte sich um die leichter Verletzten und die Personen mit Schock und sprach ihnen Trost zu.
Zuschauer der Übung, darunter auch ein Arzt, wurden von den Rettungskräften in die Übung mit eingebunden.

Die Rettungsarbeiten an der Unfallstelle verliefen nahezu reibungslos. Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiteten professionell, schnell und sehr konzentriert. Die im PKW eingeklemmten Personen konnten nach aufwendiger Arbeit gerettet werden, alle weiteren Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser.

Die Spangenbergerstrasse war für die Dauer von drei Stunden voll gesperrt, die Umleitung erfolgte über die Hopfelder- und Industriestrasse.

In einer kurzen Abschlussbesprechung dankten die Ausrichter, Wehrführer Steffen Rödel und DRK Bereitschaftsleiter Thomas Freiberg, den Teilnehmern der Übung.

Besonderer Dank an dieser Stelle an die KVG in Kassel die den Bus samt Fahrer zur Verfügung gestellt hat und die Raiffeisenbank Hessisch Lichtenau, die die Verpflegung gesponsert hat. Besonderer Dank auch an die 3 Personen vom DRK, von der Rettungsmedizin Heli und dem ASB Kassel, die die Darsteller geschminkt haben.

An der Alarmübung beteiligt waren folgende Kräfte:

Feuerwehr Hessisch Lichtenau mit: ELW, LF 16, TLF 16-24 Tr, RW, GW-G, Lichtmastanhänger,
30 Feuerwehreinsatzkräfte.

Leitender Notarzt

Organisationsleiter Rettungsdienst

DRK Hessisch Lichtenau 4 Einsatzkräfte

Schnelleinsatzgruppe Heli 11 Einsatzkräfte

Schnelleinsatzgruppe Großalmerode 11 Einsatzkräfte

Schnelleinsatzgruppe Waldkappel 6 Einsatzkräfte

Rettungsdienstschule Hessisch Lichtenau: 15 Lehrgangsteilnehmer

7 Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug

Polizei Hessisch Lichtenau : Ein Streifenwagen mit zwei Beamten

Zahlreiche Verletztendarsteller der Jugendfeuerwehren Hessisch Lichtenau und Walburg, des Jugendrotkreuz und der Ehren- und Altersabteilung des DRK Hessisch Lichtenau und des THW aus Großalmerode..

Stellvertretender Kreisbrandinspektor Andreas Haberland

Kreisbrandmeister Oliver Bolte

 
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