Feuerwehr Hessisch Lichtenau 112

Rückblick 2007

Matthias-Kaufmann-Stiftung übergibt Notfallrucksäcke

Die Stützpunktfeuerwehr Hessisch Lichtenau konnte jetzt ihre Ausrüstung für medizinische Notfälle mit Unterstützung der Matthias-Kaufmann-Stiftung (MKS) um einen Notfallrucksack ergänzen. Bereits vor einem Jahr wurde der Feuerwehr von der MKS ein Defibrillator übergeben, um bei Herzkammerflimmern einen lebensrettenden Elektroschock geben zu können.

Die Ausstattung des Notfallrucksackes umfasst neben dem Defibrillator u.a. einen sogen. Ambu-Beutel zur Beatmung bei Atemstillstand, eine Absaugpumpe für Sekret und Erbrochenes, ein Stifneck zur Immobilisation des Halswirbelsäulenbereiches nach Unfällen, sowie, zur Anwendung durch einen Arzt, Infusionen zur Vorbeugung gegen einen Volumenmangelschock z.B. bei Blutverlust. Weiterhin wird umfangreiches Material zur Erstversorgung von Verletzungen und für weitere Untersuchungen, z.B. Blutdruckmessung, vorgehalten.

Von den Mitgliedern der Einsatzabteilung sind inzwischen 25 Männer und Frauen in der Benutzung des Defibrillators ausgebildet. Acht Kräfte verfügen, teils als haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Kassel oder des Deutschen Roten Kreuzes, über eine umfangreiche Ausbildung als Rettungssanitäter oder Sanitäter der Feuerwehr. Alle Einsatzkräfte sind im Übrigen grundsätzlich in Erster Hilfe ausgebildet.

Für die Feuerwehr ist die Vorbereitung auf medizinische Notfälle wichtig, weil die Rettung von Menschen unsere erste und wichtigste Aufgabe ist – dafür bedarf es gründlicher Ausbildung. Hierzu sind die Hessische Landesfeuerwehrschule in Kassel und besonders das Deutsche Rote Kreuz Hessisch Lichtenau wichtige Kooperationspartner.

Auch wenn Rettungsdienst und/oder Notarzt in der Regel zeitgleich mit der Feuerwehr an der Einsatzstelle eintreffen oder bereits dort sind, kommt es vor, dass die Feuerwehr sich als Ersthelfer um Verletzte kümmern muss. Sind z.B. nach einem Verkehrsunfall mehrere Verletzte zu versorgen, ist die Zeit bis zur Heranführung weiterer Rettungskräfte von der Feuerwehr zu überbrücken – darauf sind wir vorbereitet.

Die Feuerwehr übt eine sogenannte „gefahrgeneigte Tätigkeit“ aus, d.h. Übungs- und Einsatzdienst bergen für die Einsatzkräfte eine erhöhte Gefahr für das eigene Leben. Es kommt gelegentlich vor, dass z.B. Atemschutzgeräteträger bei Übungs- und Einsatzbelastung an ihre körperlichen Grenzen gehen. Auch aus diesem Grund beschäftigen wir uns mit der Erkennung und Erstbehandlung von Erkrankungen und Verletzungen.

Im Rahmen der Übergabe an die Feuerwehr hat die Matthias-Kaufmann-Stiftung einen weiteren Nofallrucksack an den „mobilen Ersthelfer“ Michael Heußner übergeben. Michael Heußner ist als Kriminalhauptkommissar bei der Polizeidirektion Eschwege beschäftigt und daneben ehrenamtlich als Zugführer bei der Feuerwehr Hessisch Lichtenau tätig.

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