Feuerwehr Hessisch Lichtenau 112

Rückblick 2007

Atemschutzfortbildung am 10. März 2007

Am Samstag den 10. März 2007 fand eine Atemschutzfortbildung in den Übungshäusern auf dem Bundeswehrgelände statt. Von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr nahmen 9 Feuerwehrmänner an der Fortbildung teil.

Vorbereitet wurden drei Szenarien die jeder Trupp abarbeiten musste.
Zunächst wurde im ersten Obergeschoß des Hauses eine Person vermisst, die vom Angriffstrupp gesucht und gerettet werden sollte. Zusätzlich brannte es in einem Zimmer. Das Feuer wurde durch eine blinkende Handlampe simuliert. Komplett ausgerüstet mit Feuerwehrschutzanzug, Atemschutzgerät, Handlampe, Feuerwehrleine, Fluchthaube, Bergetuch, Totmannwarner*, Funkgerät und Strahlrohr ging der Angriffstrupp vor. Den C-Schlauch im Treppenauge verlegt und am Treppengeländer im ersten Obergeschoß gesichert, wurden dem Trupp mit einer Klebefolie die Visiere verklebt. Das Verkleben der Visiere schränkt die Sicht neben der Dunkelheit in der Wohnung noch einmal um ein vielfaches ein. Kriechend wurde das Geschoß dann im Uhrzeigersinn abgesucht. Der Angriffstruppführer ging hierbei an der Wand entlang und der Angriffstruppmann neben ihm, so wurde gewährleistet, dass auch die Raummitte abgesucht wurde. Im dritten Raum wurde dann das Feuer entdeckt, welches aber wegen der Menschenrettung zu vernachlässigen war. Nachdem alle Räume abgesucht waren konnte der Trupp die Rückmeldung geben, dass sich keine Personen mehr in der Wohnung befinden. Im Anschluss daran wurde das Feuer gelöscht und die erste Übung war beendet.

Bei der zweiten Übung wurde eine Person im Keller vermisst. Ein Brand war nicht festzustellen, aber der Keller war absolut dunkel und der Angriffstrupp nur mit der Wärmebildkamera ausgestattet. Die Aufgabe bestand darin, den Keller mit der Wärmebildkamera und ebenfalls nach Schema (im oder gegen den Uhrzeigersinn) abzusuchen. Der Trupp sicherte sich hierbei mit einer Feuerwehrleine und fasste sich bei den Händen, um sich in der Dunkelheit nicht zu verlieren. Die Person konnte dann recht schnell gefunden und gerettet werden.

Bei der dritten Übung sollte der Rettungstrupp zum Einsatz kommen. Der Angriffstrupp war nach einer Weile nicht mehr zu erreichen und der Rettungstrupp sollte sich auf die Suche machen. Die Schwierigkeit war, dass am Verteiler drei Rohre angeschlossen waren und diese kreuz und quer im Treppenhaus und in der Wohnung verlegt waren. Der Gruppenführer konnte nur sagen, dass es das dritte Rohr war, welches zum vermissten Trupp führte. Auch hier wurde das Visier verklebt und der Rettungstrupp musste sich an der Schlauchleitung orientieren um den vermissten Trupp zu finden. Ausgestattet mit je einem T-Stück für einen zweiten Lungenautomaten sollte dieser dann nach auffinden des Trupps gewechselt werden.

* Zur Sicherung der Atemschutztrupps setzt die Feuerwehr so genannte "Totmannwarner" ein. Hierbei handelt es sich um ein persönliches, multifunktionelles Alarmsicherheitssystem, das an jedem Atemschutzgerät angebracht ist. Für den Fall, dass der Träger des Gerätes länger als ca. 50 sec bewegungslos ist, schaltet sich der Alarm ein. Benötigt der Träger sofortige Hilfe, kann der Alarm auch jederzeit manuell ausgelöst werden.


Totmannwarner, Foto: Dräger

 

Fotos: Nico Möller

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