Feuerwehr Hessisch Lichtenau 112

 

Einsätze 2012

053 - 14.07.12

Brand im Hotel "Zur Lichtenaue"

Nächtlicher Großalarm für Lichtenauer Feuerwehren

Stellen Sie sich vor ihr Hotel ist verqualmt, es riecht nach verbranntem, Sie schlagen die Scheibe eines Feuermelders ein und….. es passiert nichts! Genau das ist Gästen eines Hotels in der Desseler Straße in Hessisch Lichtenau am frühen Sonntagmorgen passiert.

Gegen 2.30 Uhr kehrten einige Hotelgäste von einer Feier zurück und stellten fest, dass es verbrannt riecht und der Flur verqualmt war, sie versuchten über einen Feuermelder Alarm auszulösen, aber es passierte nichts. Bevor sie über Handy die Feuerwehr verständigten schlugen sie noch erfolglos zwei weitere Feuermelder ein. Dann versuchten sie weitere Gäste zu warnen und nahmen vorsichthalber einen Feuerlöscher aus dem Wandschrank, doch dieser war offensichtlich von einer früheren Benutzung leer und unbrauchbar. Für die Hotelgäste ein Szenario wie aus einem Albtraum.

Weil es sich bei dem Hotel um einen sogenannten Sonderbau handelt, wurde um 02.31 h Großalarm für die Lichtenauer Stützpunktfeuerwehr, die Ortswehren Fürstenhagen, Retterode und Walburg, den Notarzt, die Rettungsdienste Hessisch Lichtenau, Großalmerode und Waldkappel sowie die Schnelleinsatzgruppe des DRK Hessisch Lichtenau ausgelöst. Insgesamt waren 44 Kräfte der Feuerwehr, 10 Rettungsdienst und 2 Beamte der Polizei im Einsatz.

Ein Angriffstrupp ging mit Atemschutz und Wärmebildkamera zur Erkundung vor. Schnell konnte die Ursache für den Einsatz in einer Wohnung im Erdgeschoß  gefunden werden, auf einer nicht ausgeschalteten Herdplatte war Essen im Topf verbrannt.

Eigentlich hätte hierdurch die Brandmeldeanlage des Hotels ausgelöst werden müssen, erklärte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Heußner, doch der im Wohnraum installierte Rauchmelder war manipuliert, er war mit Plastikfolie zugeklebt und deshalb funktionslos. Die weitere Überprüfung der Brandmeldeanlage ergab, dass diese vorsätzlich funktionslos gemacht worden war. Hier hat jemand vorsätzlich Nothilfemittel unbrauchbar gemacht und Menschenleben in Gefahr gebracht, „gut, dass es nur angebranntes Essen war“, so Heußner.

Weil die Feuerwehr eine sichere Unterbringung der Gäste nicht gewährleistet sah, wurde durch die Polizei die weitere Nutzung der Herberge untersagt, ca. 10 Personen mussten anderweitig untergebracht werden.

Die Brandschutz- und Bauaufsicht beim Landratsamt wurde bezüglich weiterer Anordnungen eingeschaltet.

 

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