Feuerwehr Hessisch Lichtenau 112

 

Einsätze 2011

069 - 127 - 11.09.11

Die genaue Anzahl der Einsätze, die die Feuerwehr Hessisch Lichtenau am Nachmittag und Abend des 11. September bewältigen musste, lässt sich derzeit nur grob schätzen, es dürften aber zwischen 60 und 70 gewesen sein.

Die vom Deutschen Wetterdienst herausgegebene Unwetterwarnung bestätigte sich gegen 15:30 Uhr, als Wind, Starkregen und Hagelkörner über Hessisch Lichtenau nieder gingen. Nach kürzester Zeit verwandelten sich Straßen in Flüsse und der Hagel türmte sich zum Teil über einen Meter auf.

Noch bevor der erste Notruf einging, wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr vom stellvertretenden Stadtbrandinspektor Michael Heußner alarmiert um eine Einsatzbereitschaft herzustellen.

Zunächst gab es viele Meldungen über vollgelaufene Keller. Diese wurden nach Eingang der Notrufe abgearbeitet. Die Feuerwehr pumpte mit Tauchpumpen und Wassersaugern die Keller leer oder öffnete verstopfte Abläufe. Umgestürzte Bäume wurden ebenso zahlreich gemeldet, wie überflutete Fahrbahnen und verstopfte Kanäle.
Auf der Landstraße Richtung Friedrichsbrück ergoss sich eine Schlammlawine über die Straße. Viele vollgelaufene Keller wurden nur Kontrolliert, zum Teil ist das Wasser beim Eintreffen der Feuerwehr von allein abgelaufen oder die Bewohner konnten sich selbst helfen. Erschwerend für die Feuerwehr kam hinzu, dass die Funkverbindung zur Leitstelle für eine gewisse Zeit unterbrochen war, zudem war die Telefonleitung der Feuerwehr Hessisch Lichtenau ebenfalls für ca. 30 Minuten unterbrochen.

Auf der Straßenbahnstrecke in Höhe des Viadukts zur Orthopädischen Klinik stürzte ein Baum auf die Oberleitung der Straßenbahn und musste mittels der Drehleiter der Feuerwehr entfernt werden.

Die Friedenstraße war in Höhe des Edeka-Marktes, auf der Zufahrt zur B7 kniehoch mit Schlamm und Hagelkörnern verstopft, sie musste komplett gesperrt werden.

In der Unterführung von der Landgrafenstraße in Richtung Schule am Berg sammelten sich die Hagelkörner auf einer Höhe von mehr als einem Meter.

Glück im Unglück hatten die Kirmesburschen Hessisch Lichtenau, die Schlamm und Hagelkörner die vom Himmelberg kamen, liefen am Zelt vorbei.

Der aufwendigste Einsatz wurde in Fürstenhagen bewältigt, hier wurde das Dach einer Firma in der Breslauer Straße komplett abgedeckt. Die Feuerwehr dichtete das Dach in einer aufwendigen Aktion mit Planen und Sandsäcken provisorisch ab. Das THW aus Großalmerode unterstützte hierbei die Feuerwehr.

Noch bis um 23:30 Uhr wurden umgestürzte Bäume entfernt und verstopfte Kanaleinläufe geöffnet.

Auch in den Stadteilen wurden viele Einsätze abgearbeitet, nachfolgend eine Auflistung der bisher bekannten Einsatzanzahl:

Kernstadt: 37 Einsätze

Retterode: 4 Einsätze

Walburg: 1 Einsatz

Velmeden: 3 Einsätze

Fürstenhagen: 4 Einsätze davon 2 in Hirschhagen

Quentel: 3 Einsätze

Friedrichsbrück: 1 Einsatz

Küchen: 3 Einsätze

Wickersrode: 2 Einsätze

Hopfelde: 1 Einsatz

Ein Feuerwehrmann verletzte sich an der Hand und wurde im Krankenhaus Witzenhausen ambulant behandelt.


Die Poststraße unter Wasser


Die Abfahrt von der B7 Richtung Innenstadt war unpassierbar


Ein Baum auf der Oberleitung der Straßenbahn in Höhe der Orthopädischen Klinik


Die Unterführung zur Schule am Berg, Hagelkörner gut einen Meter hoch


Abgedecktes Dach in der Breslauer Straße in Fürstenhagen


Schlamm auf der Landstraße Richtung Friedrichsbrück


Umgestürtzte Bäume in Küchen

 

 
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