Feuerwehr Hessisch Lichtenau 112

 

Einsätze 2007

094 - 30.10.07

Eine Hilfeleistung der Feuerwehr an einem Hirschhagener Teich zog sich über 3 Tage hin.

Bereits am 29. Oktober wurde die Feuerwehr gegen Abend zu einem Hilfeleistungseinsatz nach Hirschhagen gerufen (Einsatz 93). Der große Teich des Angelvereins Eschenstruth drohte leer zu laufen, dies würde den Tod für mehrere Tonnen Fische bedeuten.

Die Feuerwehr hatte den Ablauf des Teiches mit ca. 100 Sandsäcken am Abend des 29. Oktober provisorisch abgedichtet. Am Morgen des 30. Oktober sollten Taucher der Berufsfeuerwehr Kassel nach dem Einlauf suchen. Wegen eines starken Soges konnten die Taucher jedoch nicht gefahrlos Arbeiten und brachen ihren Einsatz ab.
Am Vormittag des 30. Oktober wurde dann die Feuerwehr Hessisch Lichtenau alarmiert. Die Sandsäcke aus dem Hochwasser vom 29. September sollten nach Hirschhagen zum Teich gebracht werden. Mittels dieser Sandsäcke sollte der Wasserstand im Ablauf (ca. 5x5 Meter Fläche und ca. 10-12 Meter tief) auf den Wasserstand des Teiches gebracht werden. Der Teich hat bis zu diesem Zeitpunkt rund 2 Meter zum normalen Wasserstand verloren. Die Schwierigkeit hierbei war, dass der Weg zum Ablauf über einen schmalen Steg führte und die Sandsäcke mit Schubkarren an ihren Bestimmungsort gebracht werden mussten.
Mit Hilfe des Bauhofes der Stadt Hessisch Lichtenau wurden zunächst alle Sandsäcke nach Hirschhagen gebracht und von dort aus weiter verarbeitet. Alle vorhandenen Sandsäcke, 2000 an der Zahl, wurden im Ablauf des Teiches versenkt. Diese Maßnahme zeigte jedoch nur bedingt Wirkung. Gegen 17.00 Uhr wurden zur Unterstützung der Kernstadt die Feuerwehren Fürstenhagen, Velmeden und Quentel alarmiert. Deren Aufgabe bestand darin, ein Gebäude das in der Nähe des Teiches stand und mit Wasser Vollgelaufen war, Leerzupumpen.
In der weiteren Folge wurde ein Führungstrupp des THW alarmiert, die nach erster Erkundung seine Kräfte mit einer Kanaldichtblase nachalarmierte. Diese Blase sorgte letztendlich dafür, dass der Wasserstand im Ablauf anstieg und den Wasserspiegel des Teiches erreichte.
Das mit Wasser Vollgelaufene Gebäude war mittlerweile leer gepumpt und man fand hier vermutlich die Ursache für das Leerlaufen des Teiches.
Das Gebäude 520 ist eine Ruine der ehemaligen Munitionsfabrik in Hirschhagen. Dieses Gebäude ist mit einer Leitung verbunden, die vom Teich kommt und im Zuge der Demontage nach dem Krieg mit einer Stahlplatte verschlossen wurde. Diese Stahlplatte ist nun nach über 60 Jahren durch Korrosion und den Wasserdruck abgeplatzt und der Teich konnte leer laufen. Noch in der Nacht wurde von einer Hirschhagener Firma eine Stahlplatte von 15 mm Stärke und einem Durchmesser von ca. 68 cm gefertigt, mit dieser Stahlplatte wurde das Leck dann abgedichtet. Da der Teich auch einen natürlichen Ablauf besitzt, soll der betroffene Künstliche demnächst verschlossen werden. Erst am 31. Oktober gegen 1.00 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

Im Einsatz waren die Feuerwehr mit 48 Einsatzkräften, die Berufsfeuerwehr Kassel mit der Tauchergruppe sowie das THW Eschwege und Großalmerode mit 15 Einsatzkräften. Außerdem war der Bauhof Hessisch Lichtenau mit 6 Fahrzeugen und ca. 10 Mann vor Ort.
Auch die Mitglieder des Angelsportvereins Eschenstruth waren mit ca. 10 Mann beteiligt.

Zurzeit, 31.10.2007; 13.30 Uhr, sind die Taucher der Berufsfeuerwehr Kassel erneut vor Ort um den Einlauf zu suchen und zu verschließen. Im Anschluss daran kann der künstliche Ablauf des Teiches mit Beton verfüllt und verschlossen werden.

zurück

 
Facebook Freiwillige Feuerwehr Hessisch Lichtenau 112

Impressum  |  Datenschutz  |  E-Mail
Copyright © 2018 Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hessisch Lichtenau

Design by PV Design