Feuerwehr Hessisch Lichtenau 112

 

Einsätze 2007

075 - 29.09.07

"Retten unter erschwerten Bedingungen", eine groß angelegte Übung im Stadtgebiet von Hessisch Lichtenau mit dem Team vom Rettungshubschrauber Christoph 7 und Feuerwehren und Rettungsdiensten aus Nordhessen, war für den 29. September 2007 geplant, doch es kam anders.

Die ersten Feuerwehren und Rettungsdienste hatten sich bereits im Stützpunkt Hessisch Lichtenau eingefunden, da kam der erste Alarm. Unterstützung der Feuerwehr Velmeden beim Auspumpen von Vollgelaufenen Kellern. Zu diesem Einsatz machte sich der GW-G mit drei Einsatzkräften auf den Weg um die Velmedener mit Wassersauger und Tauchpumpe zu Unterstützen. Ungefähr eine halbe Stunde später ging es dann Schlag auf Schlag. Zunächst ging man noch davon aus, dass die Großübung durch Einsetzen der Stadtteile gerettet werden konnte aber in kürzester Zeit waren alle Stadtteile der Feuerwehr Hessisch Lichtenau alarmiert. Auch die Feuerwehren Großalmerode Laudenbach und Waldkappel Hasselbach unterstützen bei verschiedenen Einsätzen in Velmeden und Küchen.

Im Stützpunkt Hessisch Lichtenau bildete sich eine technische Einsatzleitung, der neben dem Stadtbrandinspektor und Wehrführer auch der stellvertretende KBI und zwei Mitarbeiter der Leitstelle Werra Meissner angehörten. Mit einem separaten Funkkanal, eigens für die Übung freigehalten, wurden die verschiedenen Einsätze geführt.

Zunächst galt es Tauchpumpen an verschiedene Einsatzorte zu bringen und sich ein Bild vom Geschehen zu machen. Schnell stand fest, dass Sandsäcke benötigt wurden und die wurden dann auch vom THW Kassel geliefert, 15000 an der Zahl. Zusätzlich wurden ca. 55 to Sand, zwei LKW Gliederzüge, geordert. Die Feuerwehr Eschwege brachte eine Sandsackfüllmaschine und Feuerwehr und THW improvisierte mit Bockleitern und Pylonen um die zahlreichen Sandsäcke zu füllen. Hand in Hand wurden schließlich auf dem Parkplatz Hopfelder Strasse Dreitausend Sandsäcke gefüllt, die im Stadtgebiet und im Werra Meißner Kreis benötigt und verteilt wurden.

Nachdem man die Lage bis zum Mittag recht gut in den Griff bekam, sollten einige Einsatzkräfte, die zum Teil seit 05.00 Uhr auf den Beinen waren, aus dem Geschehen herausgelöst werden, da kam schon die nächste Meldung. Der Karpfenfängerteich ist übergelaufen und das Wasser läuft durch die Vorgärten bereits in einige Keller. Die Feuerwehr entschied sich dafür den Wasserstand mit Pumpen zu senken und setzte neben dem LF 16 und zwei Tragkraftspritzen noch weitere drei Stadtteilwehren (Hopfelde, Fürstenhagen und Retterode) ein. Gegen 20.00 Uhr und nachdem die Regenfälle nachgelassen hatten, konnten die Kräfte wieder einrücken.

Neben vielen Einsatzstellen in Walburg und Velmeden war auch der Campingplatz in Quentel, sowie ein Keller in Fürstenhagen betroffen. Am Viadukt der Orthopädischen Klinik mussten Gräben von Treibgut befreit werden, damit das Wasser wieder ablaufen konnte. Die Kreuzung Friedrichsbrücker Strasse / Im Tal musste für einige Zeit komplett gesperrt werden, das Wasser wurde durch die Pumpe des LF 16 in den Kanal gepumpt. Auch in Friedrichsbrück musste der Feuerteich abgepumpt werden. Immer wieder gab es kleinere Einsätze die in Kürze Abgearbeitet werden mussten. Ab Mittag haben die Feuerwehren einiger Lichtenauer Stadtteile beim Befüllen der Sandsäcke geholfen.

Die Feuerwehren aus Hessisch Lichtenau wurden an diesem Tag vom DRK verpflegt. Geplant waren Frühstück und Mittagessen für die Teilnehmer der Übung, welche dann von den ca. 150 Einsatzkräften aller beteiligten Organisationen über den Tag hinweg verzehrt wurden. Herzlichen Dank an dieser Stelle den Kameradinnen und Kameraden des DRK und der SEG Hessisch Lichtenau für Ihre Zuverlässigkeit und Ihre Hilfe immer dann, wenn die Feuerwehr diese nötig hat. Vielen Dank auch dem THW Großalmerode, Eschwege und Kassel bei der Bereitstellung, Lieferung, Verteilung und der Befüllung der Sandsäcke. Vielen Dank den Feuerwehren Witzenhausen, Laudenbach und Hasselbach, Zusammenarbeit und Ablauf waren reibungslos.

Ganz besonders bedanken möchten wir uns aber bei den Feuerwehren die an der Großübung „Retten unter erschwerten Bedingungen“ teilnehmen sollten. Diese Wehren haben sich ganz spontan dazu entschlossen uns beim Abarbeiten der vielen Verschiedenen Einsatzstellen zu Unterstützen. Herzlichen Dank an die Feuerwehren Bad Arolsen, Körle, Melsungen-Schwarzenberg und Reinhardshagen für die tolle Unterstützung.

M

Weitere Bilder: Feuerwehr Walburg

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